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ENERGIEMÄRKTE IN TURBULENZEN

STADTWERKE-TARIFE BLEIBEN STABIL

Durch die politische Situation im Nahen Osten sind die Energiepreise spürbar teurer geworden, so auch bei Strom und Gas. Daher häufen sich die Kundenanfragen, ob diese Entwicklungen in naher Zukunft auch sie betreffen werden. Aktuell geben die Stadtwerke Entwarnung.

„Für das Lieferjahr haben wir unseren Energiebedarf bereits vollständig im Voraus eingekauft. Dank dieser vorausschauenden Beschaffungsstrategie sind die Preise unserer Strom- und Gaskunden für dieses Jahr von aktuellen Marktturbulenzen nicht betroffen“, wie Stadtwerke-Prokurist und Leiter von Energiehandel & Service, Thomas Reiß, bekräftigt.

Das Ziel der Stadtwerke ist es, Kunden eine verlässliche Planungssicherheit zu bieten – besonders in Zeiten, in denen die Energiepreise an den Großhandelsmärkten stark schwanken. „Durch die langfristig ausgerichtete Einkaufspolitik schützen wir unsere Kunden bestmöglich vor kurzfristigen Preisspitzen und sorgen für stabile Konditionen“, betont Reiß. Sollten sich für die nächsten Jahre Änderungen ergeben, werden die Kunden der Stadtwerke frühzeitig und transparent informiert. Näheres ist auf Seite 11 nachzulesen. Für Fragen zum einzelnen Vertrag oder zur aktuellen Preisgestaltung steht der Kundenservice der Stadtwerke unter der kostenfreien Tel.: 0800 603-5555 sowie per E-Mail an kundencenter@stadtwerke-amberg.de gerne zur Verfügung.

UMWELTPAKT BAYERN – NEU AKTIVIERT

STARK IN SACHEN UMWELTSCHUTZ

Seit September 2007 leben die Stadtwerke Amberg den Umweltpakt Bayern, dieser wurde im Frühjahr erneuert. Die Auszeichnung geht nur an Unternehmen, die erhebliche Mengen an Energie einsparen, zur umweltgerechten Mobilität beitragen oder den gesamten Betrieb auf „klimaneutral“ umstrukturieren.

Der Umweltpakt Bayern steht für umweltverträgliches Wirtschaftswachstum und wurde, um den Umwelt- und Klimaschutz in Unternehmen voranzubringen, ins Leben gerufen. Wesentliche Träger des Umwelt- und Klimapaktes sind die regionalen Betriebe, wie die Stadtwerke Amberg, die sogar mit ihren Umweltschutzmaßnahmen eine wichtige Vorreiterrolle übernehmen.

Die Stadtwerke sorgen mit ihren umgesetzten Maßnahmen für eine Verringerung von Umweltbelastungen und Schonung der Ressourcen, der regionale Energieversorger ist somit ein wichtiger Unterstützer für Umwelt und Staat.

Oberbürgermeister Michael Cerny überreichte im Namen des Umweltministers Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Backowies den Umweltpakt Bayern und gratulierte herzlich.

Fotonachweis: Florian Kohler

NEUE VORGABEN FÜR ENERGIEAUSWEISE

  • Neue Effizienzklassen: von A bis G für bessere Vergleiche bei Energieeffizienz
  • Strengere Anforderungen: A nur mehr für Nullemissionsgebäude
  • Erweiterte Vorlagepflicht: bei Verlängerung von Mietverträgen und größeren Sanierungen
  • Inhaltliche Neuerungen: Konkrete Empfehlungen für Effizienzmaßnahmen
  • Die neuen Richtlinien gelten ab Mai 2026. Alte Energie- ausweise - Skala A+ bis H- bleiben bis zu ihrem Ablaufdatum maximal zehn Jahre gültig.

30 JAHRE BAUMESSE

Mit gleich zwei Ständen – im Außen- und Innenbereich – waren die Stadtwerke Amberg bei der diesjährigen Baumesse im ACC vertreten. Besonders die Fachvorträge über die neuen Produkte des regionalen Energieversorgers kamen beim interessierten Publikum bestens an. Die beiden Stadtwerke Amberg-Referenten Alexander Rodler und Michael Roberts (v.l.) haben viele Fragen aus dem Publikum beantwortet.

Fotonachweis: Karoline Gajeck-Scheuck

VORZEIGEPROJEKT IN VILSHOFEN-OST VOR UMSETZUNG

EIN NAHWÄRMENETZ MIT POTENZIAL

Der Ausbau der Nahwärmeversorgung nimmt in der Gemeinde Vilshofen konkrete Formen an. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie präsentierten die Stadtwerke Amberg im Frühjahr im Rahmen einer Bürgerversammlung. Nun liegt es an der Zustimmung der Bürger, dass das Projekt bereits im Herbst 2027 erfolgreich umgesetzt werden kann.

Nahwärme ist Energie, die in größeren externen Heizungsanlagen zentral erzeugt wird und durch vorwiegend unterirdisch verlegte Rohrleitungen zu nahegelegenen Gebäuden transportiert wird. Als idealer Energielieferant für das Vilshofen-Ost-Projekt kommt dabei die Firma Carbon Cycle im örtlichen Gewerbegebiet infrage; das Unternehmen erzeugt derart viel Abwärme bei der Produktion von Pflanzenkohle, dass die Energiemenge sogar für den ganzen Ort ausreichen würde.

Im Zuge einer Bürgerversammlung präsentierten die beiden Stadtwerke-Prokuristen Thomas Reiß und Martin Malitzke die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie. Damit das Nahwärmenetz in Vilshofen-Ost von den Stadtwerken umgesetzt werden kann, bedarf es einem Minimum von rund 50 Hausanschlüssen. Das heißt, mindestens 60 % der Haushalte müssten dem durch die Post zugesandten Vorvertrag zustimmen. Damit eine mögliche Erweiterung über das Vorranggebiet hinaus überprüft werden kann, wird nach positiver Rückmeldequote für das Vorranggebiet,  bei den restlichen Vilshofener Haushalten eine Interessenserhebung durchgeführt.

Als absolut flexibel bezeichnete Malitzke den Zeitraum zur Erweiterung. „Sollten sich im südlichen Teil von Vilshofen-Ost schnell viele Interessenten finden, kann man das Nahwärmenetz sehr flott ergänzen“, wie der Stadtwerke-Prokurist erklärt. Wenn in den nächsten Wochen die Mindestanzahl an Hausanschlüssen erreicht wird, gäbe es bereits Ende April eine positive Rückmeldung von den Stadtwerken. Im optimalen Fall könnte mit dem Bau des Nahwärmenetzes bereits im Herbst 2027 begonnen werden. Das Netz könnte für das Vorranggebiet bereits im Laufe des Jahres 2028 in Betrieb genommen werden.

Bei der Antragsstellung auf öffentliche Fördermittel dürfen sich die Bürger auf die fachkundige Unterstützung durch die Stadtwerke verlassen. Die Übergabestationen, die bei den Anschlussstellen in den Haushalten angebracht werden, nehmen mit einer Größe von 60 x 60 Zentimetern kaum Platz ein.

Auch Riedens Bürgermeister Erwin Geitner unterstützt das Vorzeigeprojekt in Sachen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und lokaler Energieversorgung. Und so besteht eine große Chance, dass das Nahwärmenetz in Vilshofen-Ost bald umgesetzt werden kann. Die Zukunft der Klimawende hat in der Gemeinde Vilshofen bereits begonnen.

Stadtwerke-Vertriebsleiter Thomas Reiß präsentierte den Anwohnern im Frühjahr die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für das geplante Nahwärmenetz in Vilshofen.

Fotohinweis: Michael Rabenhofer/onetz.de

Das Unternehmen Carbon Cycle im Gewerbegebiet Vilshofen erzeugt bei der Produktion von Pflanzenkohle so viel Abwärme, dass sogar ganz Vilshofen davon profitieren könnte.

Fotohinweis: Michael Rabenhofer/onetz.de

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